Steigende Preise?

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Steigende Preise bei den Massageanbietern? [SIZE=26px][B][/B][/SIZE]


Einerseits sehe ich
  • eine sehr gute Massage braucht eine gute Ausbildung und viel Erfahrung
  • eine Massage ist körperliche Arbeit und für den Masseur riskant, wenn nicht korrekt ausgeführt
  • braucht Erfahrung und/oder viel Konzentration um niemanden zu schädigen
  • Massieren bedeutet nah dran zu sein an wildfremden Menschen, die man nicht immer mag oder riechen kann
  • der Staat greift mehr denn je bei den normalen Jobs ab
  • Mieten und viele andere Preise sind höher denn je
Umgekehrt sehe ich
  • dass die Thaimassage ums Eck von 35 auf 40 und neuerdings auf 45 Euro die Stunde aufgeschlagen hat und dass der Laden immer noch quasi ausgebucht ist
  • dass für Lomi Lomi teilweise zwischen 80 und 120 Euro die Stunde ausgeben werden sollen

Dieses Geld muss man haben und ausgeben wollen.

Und manchmal frage ich mich recht weltfremd, ob man nicht in seiner Stadt einen Massageverein gründen sollte, wo sich massagebegeisterte Leute treffen, gemeinsam einen Lehrer buchen oder in Schulungen gehen, um sich dann gegenseitig zu massieren* oder alternativ alles mögliche andere einbringen könnte, was ein jeder so kann.

*Zweimal Sport die Woche hätte man dann inklusive.
 
M

Mganus

Massagekenner
Guten morgen Freunde der Massage,

tja, das mit dem lieben Geld ist so eine Sache. Ich sehe das so, für mich ist neben der Erotik der Massageteil sehr wichtig. Eine gute Massage hilft einem zu entspannen und hält einen Fit für den Job und um Geld zu verdienen. Ist quasi ein Invest in einen selber und seine eigene Gesundheit.
Schon der weise Medizinsoziologe sagt, es muss nicht alles medizinisch korrekt sein, der Geist muss sich wohlfühlen und dann kommt die Gesundheit automatisch. Zumindestens wenn die Massage korrekt ausgeführt wurde.
Die Erotik ist quasi das Sahnehäubchen oben drauf. Daher nehme ich meist kein BtB, da dann die Erotik überwiegt und die Massage zu kurz kommt. Ich denke die ungelernten oder "schlechten" Massage-DLs versuchen den Kunden zu BtB zu bewegen. Hinzu kommt die Flut an Chinesinnen auf dem Markt. Nicht alle sind ausgebildet und können das gut. Daher gute Studios achten auf die Qualität ihrer Mitarbeiter.
Es liegt also an einem selber worauf man den Fokus setzt. Massage oder Erotik.

Moderate Preisteigerungen sind in meinen Augen okay. Eine Stunde Massage wie bei den Thais für 30€ ist saubillig. Ich bin selber selbstständig und wenn man sich nicht in die Tasche lügt, kann man in Deutschland nicht unter 40€/h arbeiten ohne in der Altersarmutsfalle zu tappen. Das können die Thai- und Chinadamen nur anbieten, da sie hier sehr sehr sparsam leben und sich nicht gönnen und die Preise und Lebenshaltung im Heimatland vor den Augen haben. Die meisten Chinadamen sehen kaum die Stadt in der sie 7-Tage die Woche werkeln. Für diese Aufoperung für die Familie - Respekt.

Zurück zum Geld. Klar mein Geldbeutel ist auch klam und daher plane ich meine Ausgaben schon gut, auch bei der Massage. Und dies Forum ist wunderbar um abzuschätzen ob ich Geld verbrenne oder nicht. Nicht immer hilft es, ab und an verbrennt man dann doch Geld und teilt es den Anderen mit. So hilft man sich gegenseitig um nicht zu häufig negative Erfahrungen zu machen. Kurz das Forum hilft das Geld sinnvoll einzusetzen.
 
Deutsch

Deutsch

Massagekenner
Wie überall gilt auch hier:

Zu viele Menschen > zu wenig Raum > zu hohe Mieten
Zu viele Menschen ohne Job > hohe Steuern

Hohe Mieten, hohe Steuern, hohe Preise auf alles => hohe Preise für Massagen

Lösung: mehr Raum für weniger aber besser ausgebildete Menschen, mehr Massagen, mehr Wohlgefühl, besseres Leben
 
A

AggiSchnagi

Neu
Eine indirekt Folge der überall um sich greifenden Gentrifizierung. Deinem Lösungsansatz kann ich nur zustimmen, allerdings muss dafür auch politischer Wille vorhanden sein.
 
Deutsch

Deutsch

Massagekenner
Das kann man so sagen oder weitergehen, denn es ist nicht die modisch so gern genutzte Wortwahl Gentrifizierung, sondern hinten dran wie für ganz, ganz viele andere Missstände auch schlichtweg der Umstand, dass wir zu wenig Raum für zu viele Menschen haben.

Würde man die Einwohnerzahl anständig steuern, gäbe es deutlich weniger Probleme im Lande. Und das ist noch massiv untertrieben - Milch und Honig würden fließen ganz so wie es uns der dicke Kerl aus Oggersheim vor langer Zeit mal versprochen hat.
 
S

Scarii

Frischling
Ich werf da auch mal die Inflation ein, also Geld ist jedes Jahr weniger wert. Dann die Niedrigzinsen. Menschen mit wenig Geld fällt es schwer zu sparen und damit Geld zu ersparen. Geld für spekulative Aktiengeschäfte ist da zum Beispiel nicht drin. Dann wird Deutschland im Schnitt immer wohlhabender. Also muss man halt die Preise angleichen, weil es sonst den Massagesalon nicht mehr gibt. Das weniger Bürger in unserem Land da die Lösung sind, sehe ich nicht. Im Gegenteil, nur mit mehr Bürgern werden wir unseren Wohlstand halten können.
 
R

Rrj054592

Aktiv dabei
Es gibt nun mal immer mehr ältere und gestresste Leute, die das brauchen.
Ob das mit der Preisinflation so ist, keine Ahnung. Vielleicht sollte man Massage mal in den statistischen Warenkorb aufnehmen. Wär mal ein Vorschlag. Jeder Selbstständige weiß aber auch, dass 45 Euro für die Produktivstunde wenig sind. Außerdem möchte ich nicht wissen, was ein Laden z.B. in Citynähe an Miete kostet.
 
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Deutsch

Deutsch

Massagekenner
Wenn man bezahlen muss, ist das mitnichten wenig. Das Problem ist die Abzockerei durch den Staat, der das Geld nach oben weiterreicht.
 
R

Rrj054592

Aktiv dabei
Bin anderer Meinung. Der Heilpraktiker (und ich glaube, dass beide Berufe eine gewisse Verwandschaft haben) wird ggf. noch besser bezahlt. Aber es stimmt natürlich, dass der Staat Selbstständige enorm belastet.
 
W

Winterberg

Schafft was
Für mich bestimmen Leistung und Service den Preis.

Bei den meisten asiatischen Massagen halte ich 40 € bis 50 € durchaus für angemessen. Die meisten Damen versuchen ja auch über zusätzliche Leistungen mehr Geld zu generieren.

Bei hochwertigen Massagen in einem schönen Ambiente bin ich auch gerne bereit mehr zu bezahlen, gerade wenn die Dame alleine arbeitet. Dies ist aber meistens bei europäischen Damen so.
 
I

Ingo123

Massagekenner
Es ist wohl wie bei vielen Sachen die Frage, was es einem Wert ist und was man überhaupt in der Lage ist, auszugeben.
Und ich hatte gerade beim Lesen spontan den Gedanken: Eine Handwerkerstunde bekäme man sicher nirgends für den Tarif....

Ich kann für den von mir geschätzten Tantra-Bereich mal spontan einstreuen: Wenn jemand z.B. eine teilweise kostspielige Ausbildung absolviert hat (z.B. allein für einen Jahreskurs in Tantra fallen durchaus mehrere tausend Euro an) und eine einzigartige Gabe hat (einen ihm bislang unbekannten Menschen offen zu empfangen und auch innerlich sehr tief positiv zu berühren) dann ist auch immer wieder mal in Gesprächen die Frage, was das monetär bemessen wert ist.

In dem Bereich des wahren Tantra gibt es ja auch Preise, die mittlerweile von 120 Euro - 270 Euro je Ritual reichen (nach oben sind natürlich fast nie Grenzen gesetzt). Wünscht man es 4-händig, mit vorherigem Baderitual und möchte sich 4 Stunden Zeit nehmen... dann sind natürlich schnell 400-500 Euro fällig.

Ich muss mein Geld auch mit viel stressiger Arbeit verdienen und habe leider nicht immer das Budget für solch kostspieligen Auszeiten. Aber wenn ich mir das einmal wieder gönnen kann, weiß ich jedes Mal, warum es jeden einzelnen Euro wert ist. Meine Lieblings-Tantra-Meisterin vergibt je Tag jeweils nur einen Termin und gibt sich sehr dem Ritual hin, bereitet sich vor etc..
Da sind Gelddiskussionen wiegesagt schnell "relativ" und für mich eigentlich außerhalb einer fixen Bewertungsmöglichkeit. Das muss jeder selbst für sich individuell mit sich ausmachen. Klar ist jedoch, diese "Leistung" kann einfach nicht zu einem niedrigen "Schnäppchenpreis" angeboten werden.

Aus dieser "Art" der Begegnung kommend, frage ich mich manchmal, wie Massagestudios überhaupt 60 minütige Massagen mit tollen Räumlichkeiten, in Thailand mit Zertifikat ausgebildetem, festangestelltem Personal, frischen Handtüchern/Laken und gepflegtem Duschangebot für 39 Euro hinbekommen. Das sind hier im Raum Hamm-Dortmund durchaus gängige Preise für Thaimassagen. Bei baulich guten Räumlichkeiten in Stadtmitte, sicher vor allem im Sommer vielen Leerzeiten über den Tag, ist mir das oft ein echtes Rätsel. Wenn dann auch mal 45-50 Euro fällig werden, ist es ok für mich, wenn die Leistung (Räume, Personal, Massage) stimmt und ich das Gefühl habe, dass das Geld auch fair beim Personal ankommt.
Ich war schon in Salons, wo ich das Gefühl hatte, dass das Personal im Hinterzimmer ein sehr karges Dasein in Armut fristet. Dort werde ich nie wieder hingehen. Wenn das der "Preis" für niedrige Preise ist, dann gehe ich lieber einmal weniger zur Massage.

Was ich ebenfalls schwierig finde, ist, wenn ein Salon 50 Euro nimmt und auf einem nur Öl verteilt wird, weil man an der Ausbildung des Personals spart. Ich bin bundesweit tätig und treffe immer öfter Personal an, dem ich nicht abnehme, dass es eine regelrechte Ausbildung in z.B. Thaimassage hat. Wenn die Dehnbewegungen z.B. gänzlich ausbleiben, finde ich das bei einer klassischen Thaimassage schon sehr komisch. Und dann frage ich mich natürlich, warum ich etwas bezahlen soll, was ich nicht bekommen habe. Aber dafür gibt es ja gottseidank dieses Forum. Hier kristallisieren sich die schwarzen Schafe schnell heraus. Daher: Werdet nicht müde auch über alle Erfahrungen kurz etwas zu schreiben, die schlechten aber auch die guten!
 
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I

Ingo123

Massagekenner
Lieber Admin, Deine Idee mit so einem "Massagetreff" finde ich gut. Das steht einem ja frei, jederzeit soetwas zu beginnen. Meine Erfahrung ist, dass dabei jedoch am Ende immer einer der Federführende sein wird. Und soetwas gibt es ja in bestimmten Bereichen sogar schon: Tantrazentren, wo jedes Mitglied sich an der Monatsmiete beteiligt und dann deutliche Vergünstigungen auf Kurse bekommt, zu denen kostenpflichtig "Lehrer" eingeladen werden. Im Grunde wie eine Art Klub. Also, wenn sich jemand findet, der das in die Hand nehmen möchte...und es im Ruhrgebiet liegt, ich wäre gespannt und interessiert. Aber da das schnell ein Vollzeitjob wird, für den, der das auf den Weg und voranbringt, wenn es gut werden soll, wird das sicher schwierig.

Ach ja, und eine Ausgewogenheit im Geschlechterverhältnis wäre bei der Mitgliederwerbung sicher auch eine Herausforderung. Das kenne ich von Tantra-Kursen. Viele Männer möchten nicht so gern von einem Mann massiert werden, geschweige denn, im tantrischen Sinne tief innerlich von einem Mann persönlich "berührt" werden (ich rede hier ausdrücklich nicht von Sex, sondern der intensiven Erfahrung von sehr tiefer, liebevollster Nähe). Dies ist für viele Männer - nach meiner Erfahrung - scheinbar qua ihrer Erfahrung mit dem Mutter/Sohn-Verhältnis einem Frau/Mann-Verhältnis vorbehalten. Eigentlich schade aber es ist wiegesagt nach meiner Erfahrung meist so.
 
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